Für Spenden gab es handfeste „Gegenwerte“

Der Beginn der Adventszeit und der Weihnachtsmarkt bildeten gleichsam die Kulisse für die erste Aktivität der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land in Datteln.

Bei kalter Witterung und zeitweise Schneeregen engagierten sich am Sonntag, 27. November, zahlreiche Vorstands- bzw. Kuratoriumsmitglieder der Stiftung sowie Mitarbeiter der Volksbank mit einem eigenen Stand in der Dattelner Fußgängerzone. Sie stellten sich in den Dienst einer guten Sache und warben um Spenden oder auch Zustiftungen für die von der Volksbank initiierte Bürgerstiftung, insbesondere, um die Zukunftschancen von Jugendlichen in der Region durch Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsplätzen zu verbessern oder auch Hilfe bei der Qualifizierung zu geben.

Stiftungs-Vorstandsvorsitzender Ludger Suttmeyer und sein Vorstandskollege Dr. Thomas Hölscher sehen darin einen wichtigen Beitrag für die grundsätzliche Zielsetzung der Bürgerstiftung, nämlich die Unterstützung von Gemeinwohlaufgaben, die der Staat nicht oder nicht ausreichend finanzieren kann.

Und so standen beide selbst mit zahlreichen weiteren „Zeitspendern“ am Stand der Bürgerstiftung „ihren Mann“ und engagierten sich – nicht nur durch Informationen über die Stiftung selbst, sondern vor allem auch durch tatkräftigen Verkauf von Getränken: Für eine Spende von mindestens fünf Euro erhielten Interessenten ein Fläschen „Stiftungsbrand“, „Stiftungswürzer“ oder „Stiftungspfläumchen“ in weihnachtlichem Dekor ausgehändigt. Und mancher Käufer nahm es gleich als kleines Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk für seine Verwandtschaft oder gute Freunde mit.

Aber nicht nur „Wärmendes“ wurde geboten. Es standen mehrere Körbe mit Weihnachtsäpfeln bereit, die von der Bürgerstiftung ausgegeben wurden – natürlich gerne auch gegen eine kleine Spende, und war sie noch so klein – um dem Anliegen der Bürgerstiftung und damit auch dem Anliegen der gesamten Region ein kleines Stück näher zu kommen.

Und nicht genug damit; wer „Pfläumchen“, „Würzer“ oder „Brand“ vorab probieren wollte, konnte dieses gleich am Stand mit einem herzhaften Schmalzhäppchen für eine Spende von mindestens 1 Euro tun.

Am Ende eines langen, aber auch motivierenden Tages stand dann das Ergebnis fest: Für die Stiftungsarbeit kam der erfreuliche Betrag von insgesamt 1.170,58 Euro zusammen.

Für ihre Aufgeschlossenheit und ihre freundliche Unterstützung dankt die Bürgerstiftung allen Spendern an dieser Stelle sehr herzlich.

Ludger Suttmeyer verweist in diesem Zusammenhang auf den von der Volksbank eingebrachten Stiftungskapital-Grundstock von zunächst 50.000 Euro, der nicht zuletzt durch die Aktivitäten in Datteln auf mittlerweile rund 60.000 Euro angewachsen ist. Auch die Zinsen dieses Kapitals sollen helfen, in einem ersten Schritt vornehmlich für Jugendliche bessere Perspektiven im Ausbildungsmarkt zu schaffen.

Bürgerstiftung präsentiert sich erstmals der Öffentlichkeit auf Waltroper City- und Weinfest

Mit einem eigenen Stand hat sich am Sonntag , den 16.10.05, die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land auf dem Waltroper City- und Weinfest präsentiert. Der Antritt unserer Bürgerstiftung war es, sich in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und um Spenden und Zustiftungen zu werben.

In zahlreichen persönlichen Gesprächen wurden Informationen über die Ziele und Arbeit der Bürgerstiftung gegeben und um Unterstützung der Stiftungsarbeit gebeten. Gegen eine Spende von mind. EUR 1,00 wurden ca. 500 Dahliensträuße an die Frau bzw. Mann gebracht. Der erste öffentliche Auftritt war ein großer Erfolg, insgesamt wurden aus dieser Aktion Spenden in Höhe von EUR 791,18 für unsere Bürgerstiftung erlöst.

Regierungspräsident überreicht Anerkennungsurkunde

Volksbank initiiert Bürgerstiftung „EmscherLippe-Land“

Sie soll die Kräfte für ein gemeinsames Engagement in der Region bündeln, die „Bürgerstiftung EmscherLippe-Land“. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven überreichte gestern die Anerkennungsurkunde an Ludger Suttmeyer, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, und seinen Vorstandskollegen Dr. Thomas Hölscher.

Profitieren von der „Bürgerstiftung EmscherLippe-Land werden beispielsweise die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, Erziehung und Berufsbildung, Arbeitslosigkeit, Kunst, Kultur und Sport sowie die Völkerverständigung.

„Die Region EmscherLippe-Land und hier insbesondere die Städte Waltrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Lünen und Oer-Erkenschwick haben viel zu bieten. Es ist bewundernswert, wie sich Bürger aktiv für Bürger in der Region einsetzen“, betonte Twenhöven bei der Übergabe. „Das Motto `Hand in Hand gemeinsam etwas bewegen für das EmscherLippe-Land` mache dieses besonders deutlich.“

„Wer im EmscherLippe-Land wohnt, weiß genau, was getan werden kann, um die Lebensqualität noch weiter zu erhöhen. Da bietet es sich an, mit einer Bürgerstiftung wichtige Voraussetzungen zu schaffen und damit die gemeinschaftliche Finanzierung bürgerschaftlichen Engagements auf eine nach haltige Basis zu stellen“, so Ludger Suttmeyer.

Die Initiative wird von der Volksbank eG, Waltrop, als Stiftungsgründer und von engagierten Einzelpersonen getragen. Sie ist offen für Interessierte, die sich mit Zeit, Ideen und/oder Geld an der Stiftungsgründung beteiligen wollen. „Schließlich möchten wir“, so Dr. Twenhöven, „über alle Generationen hinweg von den Bürgern und mit den Bürgern unserer Region das Gemeinwohl unterstützen.“

„Die Bürgerstiftung versteht sich als ein gelebtes Beispiel für Selbsthilfe, denn sie verfolgt den Genossenschaftsgedanken, genau wie es die Volksbank eG, Waltrop, bei ihrer Gründung vor mehr als 120 Jahren tat“, machte Ernst Henzl, Vorstandssprecher der Volksbank, deutlich.

Zur Erfüllung ihrer Stiftungsaufgaben wirbt die Bürgerstiftung um Zustiftungen und Spenden. Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital und mit den Spenden sollen gemeinnützige Aktivitäten gefördert werden, die einer möglichst großen Bevölkerungsgruppe in der Region zugute kommen, um damit das Zusammengehörigkeitsgefühl im Sinne einer lebendigen Bürgergesellschaft zu stärken.

„Die Volksbank wird die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land mit einem Startkapital von 50.000,- Euro ausstatten“, gab Volksbank Vorstandsmitglied Ernst Henzl bekannt. „Zusätzlich wird sie noch einen Matching-Fund mit weiteren 50.000,- Euro auflegen, aus dem jede weitere Zustiftung verdoppelt wird.“

Ab einer Zustiftung von 25.000,– Euro kann sogar für jeden Interesierten unter dem Dach der Bürgerstiftung eine eigene Stiftung eingerichtet werden. Name und Stiftungszweck können individuell vom Zustifter bestimmt werden.

Die Entscheidung zugunsten von Förderzwecken und geförderten Einrichtungen erfolgt frei von politischen und konfessionellen Einflüssen. Unabhängigkeit und Flexibilität gelten auch für die wirtschaftliche Ausgestaltung der Stiftung. Dabei setzt die Stiftung auf eine transparente und regelmäßige Berichterstattung. „Wir werden jährlich über die Realisierung von Projekten und darüber hinaus auch regelmäßig über unsere Arbeit berichten“, erläuterte Ludger Suttmeyer.

Bürgerstiftung EmscherLippe-Land fördert Vorhaben in der Region

Volksbank eG, Waltrop, geht als Initiatorin mit 100.000 Euro voran

Zur Förderung gesellschaftlicher Vorhaben in der Region hat die Volksbank eG, Waltrop, die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land ins Leben gerufen. 100.000 Euro stellt sie für das Vorhaben zur Verfügung, an dem sich alle Bürger und Unternehmen aus Waltrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Lünen und Oer-Erkenschwick beteiligen können.

Wie Volksbank-Vorstand Ludger Suttmeyer, gemeinsam mit Clemens Peick und Dr. Thomas Hölscher Stiftungsvorstand, erklärt, will die Volksbank eG zunächst ein Stiftungskapital von 50.000 Euro einbringen. Darüber hinaus stellt sie zusätzlich 50.000 Euro bereit, um weitere Zustiftungen zu verdoppeln und damit das Zustiften in der Gründungsphase noch attraktiver zu machen. Das gesamte Stiftungskapital bleibt erhalten, lediglich die Erträge werden für die zu fördernden Projekte verwandt.

Über die Vergabe der Mittel werden Vorstand und Kuratorium der Stiftung entscheiden. Diesem Kuratorium gehören Heinrich Lübke, Lünen, Klaus Eickenscheidt, Waltrop, Ulf-Peter Büdenbender, Waltrop, Gabriele Gonstalla, Oer-Erkenschwick, Hans Hof zum Berge, Castrop-Rauxel, Hubert Scharlau, Lünen und Wolfgang Wellnitz, Datteln, an.

Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land ist, wie Ludger Suttmeyer betont, eine selbstständige und unabhängige Stiftung von Bürgerinnen und Bürgern. Weder die Kommunen noch politische Parteien gäben hier den Ton an, vielmehr gehe es darum, durch Eigeninitiative die Zukunft der Region zu verbessern, die Lebensqualität zu erhöhen und das Zusammengehörig- keitsgefühl nach dem Motto „Wir im Revier“ zu stärken.

Wenn von der Förderung gesellschaftlicher Vorhaben die Rede ist, sind vor allem Bereiche gemeint wie Bildung und Erziehung, Kunst, Kultur und Denkmalpflege, Völkerverständigung, Wissenschaft und Forschung, Zivil-, Natur- und Tierschutz, Kinder-, Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe sowie Breiten- und Nachwuchssport; zu fördernde Vorhaben müssen im Interesse der Region und ihrer Bürger liegen und öffentliche Mittel dürfen dafür nicht oder nur unzureichend zur Verfügung stehen.

„Aktive Bürger zeigen Verantwortung,“ heißt es in einem Informationsblatt zur Bürgerstiftung EmscherLippe-Land. Darin wird zu engagiertem Mitmachen aufgefordert, das sich nicht auf Zustiftungen zum Stiftungskapital beschränken muss. Einzelspenden für aktuelle Projekte sind ebenso gefragt wie ehrenamtliche Mitarbeit in den Gremien und Projekten der Bürgerstiftung.

Redebeitrag Ludger Suttmeyer Vertreterversammlung

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich sehr darüber, Ihnen, den Vertreterinnen und Vertretern unserer Volksbank, heute eines unserer wichtigsten Projekte in 2005, die Gründung einer Bürgerstiftung, persönlich vorstellen zu können.

Es ist uns sehr wichtig, unsere Mitgliedervertreter über grundlegende Neuerungen direkt zu informieren, bevor wir uns an die Öffentlichkeit wenden. Nach einem uns heute zugegangenen Schreiben, ist unser Projekt rechtmäßig anerkannt. Am 8. Juli 2005 werden wir aus der Hand des Regierungspräsidenten Dr. Twenhöven die Stiftungsurkunde für die von uns initiierte Bürgerstiftung EmscherLippe-Land erhalten.

I.

Warum beschäftigt sich die Volksbank gerade jetzt in diesen doch eher rauhen Zeiten des kreditwirtschaftlichen Wettbewerbs mit der Gründung einer Stiftung? Hierfür sind insbesondere drei Argumente maßgebend:

1.
Im Vordergrund aller Überlegungen steht unsere genossenschaftliche Philosophie.

Die wirtschaftliche Förderung unserer Mitglieder ist oberstes Primat unseres Handelns.

Aber: Wir fühlen uns auch dem Lebensraum unserer Mitglieder und Kunden verpflichtet, der Region aus der wir kommen und der Region, zu der wir gehören. Hier vor Ort schaffen wir Arbeits- und Ausbildungsplätze und sind für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen mit verantwortlich. Seit jeher beweisen wir durch unser breit gefächertes, kulturelles , soziales und gesellschaftliches Engagement Verantwortung für die Menschen und für die Region mit der wir verwurzelt sind. Darüber hinaus möchten wir den gezielten Anstoß für mehr bürgerschaftliches Engagement setzen.

Denn nach unserem Selbstverständnis sind wir als Volksbank geradezu prädestiniert, bürgerschaftliches Engagement in der Form von Bürgerstiftungen glaubwürdig und für die Öffentlichkeit sichtbar umzusetzen.

Denn auch die Volksbank Waltrop wurde durch Bürger aus Waltrop, also durch bürgerschaftliches Engagement im 19. Jahrhundert gegründet. Aus unserer regionalen Verwurzelung kennen wir die Besonderheiten vor Ort genau und können daher sehr gezielt bei der Förderung von Gemeinwohlaufgaben ansetzen. Letztlich haben wir auch aus unserer Mitglieder- und Kundennähe einen guten Überblick darüber, welche Bürger als Mitstifter in Frage kommen können. Mit der Bürgerstiftung möchten wir einen Beitrag dazu leisten, die Gesellschaft aktiver Bürger und gesellschaftlich verantwortlich handelnder Unternehmen im Sinne unserer genossenschaftlichen Philosophie zu stärken.

2.
Unser Wohlfahrtsstaat, und dies ist den meisten Menschen längst klar, ist trotz hoher finanzieller Belastungen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zu finanzieren. Privates Engagement – ob durch Spenden, durch den Einsatz von Zeit oder durch das Einbringen von Ideen, Kenntnissen und Erfahrungen – ist heute wichtiger denn je, wenn wir die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, die Lebensbedingungen aber auch die Lebensqualität künftig erhalten wollen. Bereits John F. Kennedy forderte: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ Wir wollen nicht bei dem allzu einfachen Lamentieren bleiben, sondern wir schaffen mit der Bürgerstiftung für unsere Region eine Institution, in der sich auch andere mitengagieren können. Wir wollen mit der Bürgerstiftung unseren Beitrag dazu leisten, weder dem Staat noch der Wirtschaft alles zu überlassen, sondern das Schicksal selbst in die Hand nehmen, sich mit anderen zusammentun und damit die eigene und die Gesamtsituation verbessern.

3.
Eine Gesellschaft kann sich nicht allein auf den Staat und den Markt verlassen, sondern braucht auch sozial aktive Bürger.

Nur: Die Anforderungen der Bürger gehen weiter. Immer lauter und unüberhörbarer wird die Forderung, die Wirtschaft hat sich um das Gemeinwohl zu kümmern, indem Unternehmen nicht nur ihre wirtschaftlichen Ziele verfolgen, sondern darüber hinaus in stärkerem Umfang als bisher gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, und damit einen Teil der Aufgaben ausfüllen, die vom Wohlfahrtsstaat nicht mehr dargestellt werden können.

Wir, stehen zu unserer gesellschaftspolitischen regionalen Verantwortung. Wir möchten weder genötigt noch gedrängt werden, sondern wollen auch in dieser Verantwortung die Aktiven und nicht die Reagierenden sein. Nochmals, die Philosophie der Volksbank ist nicht die des Redens, sondern die des Überzeugens und des Handelns.

II.

Was ist nun das Besondere an einer Bürgerstiftung? Eine Stiftung im allgemeinen besteht aus einem Sondervermögen, dass rechtlich verselbständigt ist und in seinem Wert nicht beeinträchtigt werden darf. Damit ist die Stiftung von Personen unabhängig und auf Dauer angelegt, also bestens geeignet, langfristige Ziele zu verfolgen. Im Unterschied zur herkömmlichen Stiftung, die von einer Person oder einem Unternehmen gegründet wird und fortan mit den Erträgen aus diesem festen Stiftungskapital arbeitet, sind Bürgerstiftungen Gemeinschaften von Stifter und Zustiftern, die das Stiftungskapital erst langfristig durch eine Vielzahl eher kleinerer Zustiftungen aufbauen.

Jeder, unabhängig von seinem Beruf, Einkommen, seiner politischen oder religiösen Überzeugung, Bürger, mittelständische Unternehmer, Handwerker, Freiberufler, und ,und, und….,keiner wird ausgeschlossen, jeder kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Bürgerstiftung und damit für seine Stadt oder seine Region engagieren.

So bauen die Bürger und die anderen Stiftungswilligen gemeinsam das Dach, unter dem sie gemeinnützige Anliegen fördern und unterstützen und bürgerschaftliches Engagement vor Ort bündeln und vernetzen. Die Nachhaltigkeit dieses Engagements ist dadurch gewährleistet, dass das Stiftungskapital in seinem Bestand erhalten bleiben muss; Projekte werden nur aus den Erträgen des Stiftungskapitals und aus Spenden finanziert.

Insofern ist die Bürgerstiftung aus unserer Sicht das ideale Instrument, einen nachhaltigen Anstoß für bürgerliches Engagement zu geben und für Bürger und Unternehmen eine Plattform zu begründen, die an der Weiterentwicklung des EmscherLippe-Landes interessiert sind und sich dafür finanziell und/oder durch aktive Mitarbeit engagieren möchten.

Die Bürgerstiftung soll – und dies betone ich ausdrücklich – keine Konkurrenz für bestehendes Engagement in Vereinen oder anderen Stiftungen vor Ort sein, sondern vielmehr eine notwendige Bündelung der finanziellen und personellen Kräfte, um gemeinsam auch in Partnerschaften zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft mehr zu erreichen! Mit der Bürgerstiftung sehen wir eine große Chance, bürgerschaftliches Engagement dauerhaft und wirkungsvoll im EmscherLippe-Land zu organisieren.

III.

Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger, die von keiner Person dominiert werden soll. Sie ist frei von staatlichem Einfluss und orientiert sich am Nutzen für die Menschen im EmscherLippe-Land . Wir, die Volksbank, wollen mit der Gründung der Stiftung einen Anstoß geben und engagiert mitarbeiten. Unser Engagement kommt dadurch konkret zum Ausdruck, dass wir die Bürgerstiftung zum Start mit einem Stiftungskapital von Euro 50.000,– ausstatten und auch die administrativen Aufgaben der Gründung sowie die laufende Verwaltung der Bürgerstiftung übernehmen. Darüber hinaus werden wir einen zusätzlichen Fonds i.H.v. nochmals Euro 50.000,– bereitstellen, aus dem wir jede weitere Zustiftung verdoppeln, um das Zustiften in der Gründungsphase noch attraktiver zu machen.

Im Rahmen des Satzungszweckes will die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land gesellschaftliche Vorhaben fördern, die im Interesse der Bürger und der Region des EmscherLippe-Landes liegen, soweit öffentliche Mittel dafür nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Satzungsgemäß kann die Bürgerstiftung alle gemeinnützigen Zwecke fördern, die der Gesetzgeber vorsieht, vor allem die Förderung in den Bereichen:Bildung und Erziehung

– Kinder-, Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe
– Wissenschaft und Forschung
– Bewältigung der Arbeitslosigkeit
– Kunst, Kultur und Denkmalpflege
– Völkerverständigung
– Breiten- und Nachwuchssport
– Zivil-, Natur- und Tierschutz sowie
– Landschaftspflege

und die Förderung von mildtätigen und kirchlichen Zwecken.

Der breite Stiftungszweck ermöglicht es uns auf lange Sicht, auf sich verändernde Bedingungen und Bedürfnisse späterer Generationen flexibel zu reagieren. Dies macht die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land langfristig unabhängig von der wirtschaftlichen Situation, politischen Mehrheiten und der wechselnden Spendenbereitschaft der Bürger.

IV.

Als wir die Idee zur Gründung einer Bürgerstiftung in die Gremien der Volksbank hineingetragen haben, stieß dieses auf ein äußerst positives Echo. Sehr schnell konnten wir Bürger aus unseren 5 regionalen Geschäftsgebieten gewinnen, die von der Stiftungsinitiative überzeugt sind, sich in die Stiftungsarbeit mit einbinden möchten, gesellschaftspolitische Kompetenzen besitzen, in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt sind und noch dazu über eine hohe Affinität zu unserer Volksbank verfügen. Für den Vorstand der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land sind dies die Herren: Altbürgermeister Clemens Peick aus Oer-Erkenschwick, Dr. Thomas Hölscher aus Datteln und meine Person. Im Vorstandsgremium werde ich den Vorsitz übernehmen. Für das Kuratorium sind dies Herr Heinrich Lübke aus Lünen, Herr Klaus Eickenscheidt aus Waltrop, Herr Ulf-Peter Büdenbender aus Waltrop, Frau Gabriele Gonstalla aus Oer-Erkenschwick, Herr Hans Hof zum Berge aus Castrop-Rauxel, Herr Hubert Scharlau aus Lünen, sowie Herr Wolfgang Wellnitz aus Datteln. Von dieser Stelle sage ich Ihnen, sehr verehrte Frau Gonstalla, meine sehr verehrten Herren, nochmals unseren Dank für Ihre Bereitschaft, sich aktiv in die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land mit einzubinden.

V.

Stiften, so heißt es, muss nicht nur reiner Edelmut, sondern darf auch Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung sein. Jeder kann sich nach seinen individuellen Möglichkeiten in unserer Bürgerstiftung EmscherLippe-Land in seinem sozialem Engagement verwirklichen, meist nachhaltiger und zielgerichteter als dies mit einer spontanen Einzelspende möglich wäre.

Da das für eine wirkungsvolle Stiftungsarbeit erforderliche Stiftungsvermögen sich erst langfristig durch eine Vielzahl eher kleinerer Zustiftungen aufbaut, wird das Einwerben von Zustiftungen, also Zuwendungen, die zur Aufstockung des Stiftungsvermögen bestimmt sind, immer die zentrale Aufgabe von Stiftungsvorstand, Stiftungskuratorium und Stifterversammlung bleiben.

In jeder Höhe sind uns Zustiftungen sehr herzlich willkommen. Bereits ab 1.000,– Euro Zustiftung werden Sie in die Stifterversammlung der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land aufgenommen und werden sodann laufend vom Stiftungsvorstand über Aktivitäten der Stiftung informiert.

Ab einer Zuwendung von 25.000,– Euro können wir für Sie unter dem Dach unserer Bürgerstiftung auch Ihre eigene Stiftung errichten. Sie legen den Stiftungszweck fest und können über die Mittelverwendung entscheiden. Selbstverständlich kann diese Stiftung auch Ihren Namen tragen. Solche Zustiftungen können zu Lebzeiten oder aber durch Testament vorgenommen werden.

Natürlich können Sie auch an die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land spenden. In diesem Fall wird nicht das Stiftungskapital erhöht, sondern der gespendete Betrag kommt vollständig den geförderten Projekten zugute. Gelegenheiten an die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land zu spenden, gibt es für Privatpersonen, Unternehmen, Vereine oder auch jeden anderen Zuwendungswilligen vielfältig. Ob Firmenjubiläum, Weihnachtsfeier, Goldene Hochzeit oder Runder Geburtstag, viele Ereignisse bieten einen Anlass, Gutes zu tun und die Arbeit der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land durch eine Spende zu unterstützen.

Stiftungen und Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Über Ihre Zuwendungen erhalten Sie selbstverständlich eine Zuwendungsbestätigung. Erste wichtige Informationen zu den steuerrechtlichen Regelungen liegen dem Flyer zu unserer Bürgerstiftung bei, der sich in Ihren Sitzungsunterlagen befindet.

VI.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, lassen Sie mich zum Abschluss meine Ausführungen noch einmal zusammenfassen:

Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land ist als eine Initiative der Volksbank Waltrop eine Gemeinschaftseinrichtung von Bürgern für Bürger. Begrenzt auf das EmscherLippe-Land will sie in den 5 Regionen des Geschäftgebietes unserer Volksbank, in den Kommunen Waltrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Lünen und Oer-Erkenschwick gesellschaftliche Vorhaben fördern, die im Interesse dieser Region und ihrer Bürger liegen, soweit öffentliche Mittel dafür nicht oder nur unzureichend zur Verfügung stehen. Sie versteht sich – und dies soll auch durch das Logo zum Ausdruck kommen – als aufstrebende und gleichzeitig umspannende und unterstützende Klammer der EmscherLippe-Region, die das aktive Engagement von Bürgern und Unternehmen bündelt und damit der Region und Ihren Bürgern mit zum Aufschwung verhilft.

Sie will dem Engagement der Bürger für das EmscherLippe-Land eine gemeinsame Identifikation und Zuständigkeit – Wir im Revier – geben.

Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land will das soziale Engagement und den Gemeinschaftssinn der Bürger fördern und appelliert dabei an die Verantwortung aktiver Bürger – auf Zustiftungen, die das Kapital der Bürgerstiftung erhöhen und ihr die Kraft geben, mit den Erträgen auf Dauer Gutes zu bewirken – auf Einzelspenden für aktuelle Projekte und – auf ehrenamtliche Mitarbeit entweder in den Gremien oder in den Projekten.

Wir freuen uns über große und kleine Beträge, denn sie dokumentieren den Willen zu gestalten und zu entscheiden, damit das soziale Herz unseres EmscherLippe-Landes weiter schlagen kann.

Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land garantiert, dass die zugewendeten Mittel zu 100% den geförderten Projekten zu Gute kommen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss.

Mit diesen großen Worten von Alfred Gmeiner möchte ich uns alle dazu ermuntern, der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land zu einem guten Start zu verhelfen.

Engagieren Sie sich bitte als Zustifter. Jeder Betrag ist uns herzlich willkommen und werben Sie für unsere Bürgerstiftung EmscherLippe-Land in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.

Lassen sie uns zusammen aus der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land ein nimmer versiegendes Füllhorn machen, mit dem sich viel Gutes in unserer Region bewirken lässt.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen insbesondere die Mitglieder des Stiftungsvorstands und des Stiftungskuratoriums aber auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank jederzeit gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für die mir geschenkte Aufmerksamkeit.

Verbundenheit zahlt sich bei der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land mit dem 28. Stiftungsbaum aus

Frohe Kunde von der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land: 9 neue Stiftungspaten, Personen, die von der Stiftungsarbeit überzeugt sind, haben sich der Bürgerstiftung im letzten Jahr angeschlossen. Ab einem Stiftungsbetrag von 1.000 Euro kann die Patenschaft erworben werden, für die symbolisch ein Stiftungsbaum in einem Kindergarten gepflanzt wird.

„Die Idee ist im Jahr 2010 geboren, um das Engagement der Bürgerstiftung und ihrer Unterstützer symbolisch sichtbar zu machen und gleichzeitig Gutes zu tun für die Region. Dieser Baum steht für die Nachhaltigkeit der Bürgerstiftung. So wie er wächst und gedeiht, soll auch die Stiftung weiter wachsen“, informierte Ralf Jorzik, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung.

„Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich unsere Baumpflanzaktion leider etwas verschoben. Nun herrscht wieder etwas mehr „Normalität“ und wir sind froh, diese tolle Aktion fortführen zu können“, sagte Ralf Jorzik.

Am Montag wurde in der Katholischen Kindertagesstätte St. Antonius in Datteln mit vereinten Kräften ein Stiftungsbaum für den Stiftungspaten „Metallbau Lamprecht“ gepflanzt. Geschäftsführender Gesellschafter Christian Lamprecht ist bereits seit einigen Jahren für die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land als Kuratoriumsmitglied aktiv. Seinen Wunsch – gleichzeitig Stifter zu sein – hat er sich nun mit seiner Firma erfüllt. „Jedes Sandkorn ist ein Teil des Strandes. Die Bürgerstiftung sucht und freut sich über viele Sandkörner, es muss nicht immer gleich eine Wagenladung Sand sein“, so Christian Lamprecht.

Eine Verbundenheit gibt es auch zu der Kindertagesstätte St. Antonius, so besuchte Christian Lamprecht bereits als Kindergartenkind diese Einrichtung. Verbundleitung Andrea Herold und Einrichtungsleitung Cornelia Drees suchten sich einen Birnenbaum für das Außengelände aus. „Wir freuen uns sehr, dass wir von einem „ehemaligen Kindergartenkind“ bedacht wurden. Sobald die ersten Früchte geerntet werden, laden wir unseren „Baumspender“ auf jeden Fall zum Birnenkosten ein“, kündigte Cornelia Drees an.

In Datteln erhielten insgesamt 5 Kindergärten einen Obstbaum von der Bürgerstiftung. In der gesamten Emscher-Lippe-Region waren es 28. Weitere 7 sollen in den nächsten Monaten gepflanzt werden.

Bürgerstiftung EmscherLippe-Land pflanzt 15. Stiftungsbaum in Waltrop

Frohe Kunde von der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land: 9 neue Stiftungspaten, Personen, die von der Stiftungsarbeit überzeugt sind, haben sich der Bürgerstiftung im letzten Jahr angeschlossen. Ab einem Stiftungsbetrag von 1.000 Euro kann die Patenschaft erworben werden, für die symbolisch ein Stiftungsbaum in einem Kindergarten gepflanzt wird.

„Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich unsere Baumpflanzaktion leider etwas verschoben. Nun herrscht wieder etwas mehr „Normalität“ und wir sind froh, den ersten Baum in diesem Jahr für unseren neuen Stiftungspaten Kay Wiesemann, LVM Agenturinhaber, zu pflanzen“, sagte Ludger Suttmeyer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung.

Kay Wiesemann entschied sich für den AWO Kindergarten „Hand in Hand“, zu dem er seit Jahren gute Kontakte hat. Einrichtungsleiterin Sabine Adrian war über dieses Angebot sehr erfreut und suchte sich einen Birnenbaum für das Außengelände aus. Mit vereinten Kräften pflanzten den Baum am Montag Vertreter der Bürgerstiftung, Kay Wiesemann, Sabine Adrian sowie Gärtnermeister Bernd Bolder.

„Die Idee ist im Jahr 2010 geboren, um das Engagement der Bürgerstiftung und ihrer Unterstützer symbolisch sichtbar zu machen und gleichzeitig Gutes zu tun für die Region. Dieser Baum steht für die Nachhaltigkeit der Bürgerstiftung. So wie er wächst und gedeiht, soll auch die Stiftung weiter wachsen“, informierte Ludger Suttmeyer.

„Auch wenn unsere Kinder aus Sicherheitsgründen heute nicht bei der Baumpflanzung dabei sein können, werden sie sich auf jeden Fall freuen, wenn sie die ersten Früchte ernten und naschen dürfen“, kündigte Sabine Adrian an.

In Waltrop erhielten insgesamt 15 Kindergärten einen Obstbaum von der Bürgerstiftung. In der gesamten Emscher-Lippe-Region waren es 27. Weitere 8 sollen in den nächsten Monaten gepflanzt werden.

Bürgerstiftung EmscherLippe-Land wird zum 6. Mal mit dem Gütesiegel ausgezeichnet und spendet einen Lichtblick für die Region

Auch in schwierigen Zeiten kann die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land gute Nachrichten verkünden. Sie erhält bereits zum 6. Mal in Folge für 3 Jahre das Gütesiegel von dem Bundesverband Deutscher Stiftungen. Gleichzeitig plant sie eine Spendenvergabe von mindestens 5.000 Euro.

Bürgerstiftungen wachsen und sind ein Erfolgsmodell – immer mehr Menschen engagieren sich für Ihre Region.
Kapital, Geld- und Zeitstifter haben sich seit 2008 mehr als verdreifacht. In Deutschland gibt es aktuell 410 Bürgerstiftungen und 271 tragen, wie die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land, das Gütesiegel. Sie entsprechen somit den 10 Merkmalen einer Bürgerstiftung. Kriterien wie Transparenz, Vielfalt und Unabhängigkeit spielen bei der Vergabe eine wichtige Rolle.

„Beim letzten Mal haben wir die Auszeichnung persönlich überreicht bekommen. Damals kamen die Vorstands- und Kuratoriumsmitglieder sowie Vertreter der Partnerstiftungen zusammen“, erinnert sich Ludger Suttmeyer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land. „Auf diese Zusammenkunft müssen wir in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise verzichten. Dennoch ist die Freude über den Erhalt groß, auch wenn die Urkunde nur per Post kam!“

Die Bürgerstiftung ist weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger in der Emscher-Lippe-Region aktiv und steht telefonisch sowie per Mail für Fragen und Ideen bereit. Auch wenn in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie einiges anders laufen muss, hält die Bürgerstiftung da, wo es möglich ist, an bewährten Projekten und Aktionen fest. Die Verteilung von Sicherheitswesten an alle Erstklässler wird wie bisher nach den Sommerferien erfolgen. Weiterhin wird es die 11. Ausgabe des „Guter-Zweck-Adventskalenders“ geben.
Für Juni plant die Bürgerstiftung die Vergabe einer Gesamtspende in Höhe von mindestens 5.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen und Vereine aus den Städten Castrop-Rauxel, Datteln, Lünen, Oer-Erkenschwick und Waltrop. „Das Vereinsleben ist größtenteils stillgelegt, Veranstaltungen und Konzerte werden abgesagt. Daher möchten wir für einen Lichtblick sorgen und Unterstützungsarbeit leisten. Wir freuen uns über Ihre Mithilfe, indem Sie uns über die E-Mail-Adresse info@buergerstiftung-emscherlippe-land.de mitteilen, welche Einrichtung oder welcher Verein in einer Notlage ist und finanzielle Hilfe benötigt“, informiert Vorstandskollege Ralf Jorzik.

Der Stiftungszweck der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land ist breit gefächert. Verschiedenste Bereiche wie die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur, Tierschutz, Sport und Naturschutz werden unterstützt. Seit der Stiftungsgründung im Jahr 2005 förderte die Bürgerstiftung über 520 Einrichtungen mit Spenden von mehr als 470.000 Euro. Das Stiftungskapital, das auf ewig angelegt ist, beträgt 970.000 Euro und mit dem Stiftungskapital ihrer 10 Partnerstiftungen beläuft es sich sogar auf über 2 Millionen Euro.
Für die Bürgerstiftung engagieren sich zurzeit 3 Vorstandsmitglieder, 15 Kuratoriumsmitglieder sowie 10 Zeitspender. „Wir freuen uns über jeden Zuwachs, sei es über Geld-, Zeit- oder Ideenspenden“, so Vorstandsmitglied Thomas Stächelin. „Nur gemeinsam sind wir stark und können in guten wie in schlechten Zeiten viel für unsere Region bewirken.“

Bürgerstiftung EmscherLippe-Land legt Augenmerk auf Kinder und Jugendhilfe bei der Spendenvergabe

Die Jubiläumsausgabe des „Guter-Zweck-Adventskalenders“ der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land gab am Montag Anlass zum Jubeln. Durch den Erlös bekamen 14 gemeinnützige Einrichtungen und Vereine „Guter-Zweck-Schecks“ in Höhe von je 1.000 Euro von den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung überreicht.

„In den letzten 10 Jahren konnten wir durch den Kalenderverkauf Spenden von mehr als 100.000 Euro an 123 Spendenempfänger vergeben. Das ist natürlich nur dank zahlreicher Sponsoren möglich. Sie beteiligten sich mit Spenden oder mit Preisen für die Gewinner. Bei der 10. Ausgabe hatten wir 89 Unterstützer. Davon sind viele von Anfang an dabei. Für das treue Engagement bedanken wir uns vielmals“, sagte Ludger Suttmeyer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung.

In Castrop-Rauxel erhielten gleich drei Schulen einen „Guter-Zweck-Scheck“. Ausrichter und gleichzeitig Spendenempfänger war die Marktschule Ickern. Schulleiterin Ute Lüdke berichtete: „Die Vermittlung von Medienkompetenz ist ein wichtiges Thema für uns. Daher werden wir uns mit der Spende neue mBots anschaffen. Ein mBot ist ein kleiner Roboter, der den Schülern kindgerecht unter anderem das Programmieren beibringt.“
Die Realschule möchte mit den Fünfer-Klassen das Projekt „Mut tut gut“ durchführen. „Bisher haben wir das Projekt in einer Klasse durchgeführt. Aus finanziellen Gründen blieb es leider bei einer“, erzählte Schulsozialarbeiterin Melanie Dinnus-Linne. „Dank der Bürgerstifung EmscherLippe-Land kann nun der ganze Jahrgang das emotionale und soziale Miteinander stärken.“
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Alter Garten bekommen während ihrer Grundschulzeit die Chance, in die Rolle eines Artisten, Akrobaten oder Clown zu schlüpfen. Denn alle 4 Jahre wird das Zirkusprojekt durchgeführt. Hier geht es vor allem um das Wir-Gefühl, Mut, Spaß und Stärkung des Selbstwertgefühls.

Auch in der Nachbarstadt Waltrop wurden drei Schulen von der Bürgerstiftung bedacht.
Die Schule Oberwiese möchte eine Kerzenwerkstatt für die Berufspraxisstufe aufbauen. „Hier sollen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gefördert und auf einen Arbeitsplatz in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit Kerzenmanufakturen vorbereitet und ausgebildet werden“, informierte Ronald Aßmus, 1. Vorsitzender des Fördervereins.
Der Förderverein der Kardinal-von-Galen-Schule möchte in diesem Jahr das Projekt Klasse 2000 anbieten. Dabei geht es um die Gesundheitsförderung durch Sport und gesunde Ernährung sowie um Sucht- und Gewaltprävention. Weiterhin soll Mehrweggeschirr angeschafft werden um den Plastikmüll zu reduzieren.
Den dritten Scheck bekam die Schultheatergruppe Waltrop. Sie besteht aus 50 Schülern aller Waltroper Grundschulen und der Realschule. „Wir bieten allen Kindern von der ersten bis zur zehnten Klasse eine kostenlose Arbeitsgemeinschaft an. Sie können Instrumente erlernen, Theater spielen und ohne Leistungsdruck ihr Selbstvertrauen stärken“, so Regina Schubert-Drumann, Leiterin der AG.

Für den Bereich Datteln wurden zwei Schulen und eine Kindertagesstätte ausgewählt.
Der Förderverein der Albert-Schweitzer-Grundschule möchte den Scheck für neues Mobiliar nutzen. Vor allem Bücherregale werden dringend benötigt.
Mit einem Präventionskonzept wird die Meckinghover Schule ihre Kinder trainieren, sich selbst zu schützen, um in alltäglichen Auseinandersetzungen und auch in Belästigungssituationen handeln zu können. Für die Mädchen heißt es daher bald „Stark wie Pippi Langstrumpf“ und für die Jungs „Mut tut gut“.
Die Heilpädagogische Kindertagesstätte Kinderarche möchte mit ihren Vorschulkindern die Medien und deren Möglichkeiten im Projekt „Ran an die Maus“ erforschen. Dafür benötigen sie zwei Tablets. „Außerdem besteht Bedarf an neuen Instrumenten für die musikalische Frühförderung“, berichtete Einrichtungsleiterin Britta Kaulbach.

In Oer-Erkenschwick werden sowohl Jugendliche als auch Erwachsene gefördert.
Die Christoph-Stöver-Realschule bietet ihren Schülerinnen und Schülern bereits zum 14. Mal eine Fahrt nach Auschwitz an. Sie bekommen so die Gelegenheit, das dunkle Kapitel deutscher Geschichte greifbarer zu machen und in einer Gemeinschaft zu verarbeiten.
Der Förderverein der Stadtbücherei – Bildung greifbar nutzt die unerwartete Geldspende, um die Bücherei technisch interessanter zu machen. So werden mobi Hörsticks, Tablets und ein Laptop angeschafft. „Wir möchten mit der Zeit gehen. Die neuen Hörsticks sind sehr gefragt und man benötigt lediglich einen USB-Anschluss“, informierte Renate Schröder, Leiterin der Bibliothek.
Das Seniorenzentrum „Auf dem Kolven“ arbeitet seit 2018 mit der Charakterclowin „Wurzel“ zusammen. Sie besucht einmal im Monat die Bewohner und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Selbst die palliativ zu versorgenden Patienten vergessen in diesen Momenten ihre Sorgen und Schmerzen. „Mit der Spende haben wir die Möglichkeit, den Einsatz auf 2 x 2 Stunden im Monat zu erhöhen und kommen so den Wünschen unserer Bewohner und deren Angehörigen nach“, freute sich Einrichtungsleiter Peter Gumprich.

Für Lünen erhielt die Stefanie Daiber Jugendhilfe sowie der Förderverein für Kunst und Kultur Lünen e. V. einen Guter-Zweck-Scheck.
„In diesem Jahr haben wir ein Wochenende mit Familien geplant. Hier sollen unter anderem Erziehungsworkshops zu ausgewählten Themenschwerpunkten stattfinden sowie verschiedene Aktionen unter erlebnispädagogischen Aspekten“, berichtete Stefanie Daiber von der Jugendhilfe.
Auf dem Europaplatz in Lünen soll demnächst ein Lichtkunst-Objekt errichtet werden. Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land unterstützt auch dieses Vorhaben.

„Last but not least“ bekam Elke Puhl für die Künstler des Ruhrateliers der Lebenshilfe einen Dankeschön-Scheck über 250 Euro. Die Künstler haben, wie auch in den Vorjahren, das Titelbild liebevoll gestaltet. „Auch für die kommenden Jahre liegen uns bereits tolle Bilder zur Auswahl vor“, sagte Vorstandsmitglied Ralf Jorzik und bedankte sich für den kreativen Einsatz.

„Die heutige Spendenvergabe war die letzte Aktion für unsere Jubiläumsausgabe. Nicht mehr lange, dann beginnen wir wieder mit den Vorbereitungen für die 11. Auflage des Guter-Zweck-Adventskalenders. Da jedes Jahr unsere Kalender in Rekordzeit vergriffen waren, werden wir auf jeden Fall die Anzahl erhöhen“, kündigte Vorstandskollege Thomas Stächelin an und wünschte allen Anwesenden viel Erfolg bei ihren jeweiligen Vorhaben und Projekten.

Große Freude und Nächstenliebe bei den Hauptpreisgewinnern des „Guter-Zweck-Adventskalenders“ der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land

Foto: Medienhaus Bauer

Foto: Medienhaus Bauer

Die Jubiläumsausgabe des „Guter-Zweck-Adventskalenders“ der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land brachte viel Freude. 402 Preise im Gesamtwert von über 22.000 Euro wurden verlost. Am Freitag kamen die Hauptpreisgewinnerinnen mit Ludger Suttmeyer, Vorstand der Bürgerstiftung, zusammen und berichteten von ihrem Glück.

Britt Glaser aus Oer-Erkenschwick hatte bereits einen Tag vor Heilig Abend eine tolle Bescherung. Denn hinter dem 23. Törchen versteckte sich ein E-Bike. Dazu hatte sie das passende Gewinnlos. „Wir fahren gerne in den Westerwald. Bei den Steigungen kommt die elektronische Unterstützung genau richtig,“ freute sich die Gewinnerin.

Am 24. Dezember gab es zwei weitere Damen, die ihr Glück kaum fassen konnten. Sabine Baumbach-Schmidt aus Datteln erhielt morgens früh einen Anruf von ihrer Mutter, die ihr den Guter-Zweck-Adventskalender geschenkt hat und gleichzeitig die Übermittlerin der frohen Botschaft war: der neueste Thermomix ist ihrer. „Ich bin ein großer Thermomixfan, daher habe ich bereits ein älteres Modell. Mit dem Neuen habe ich schon länger geliebäugelt. Dabei ist es aber auch geblieben. Da meine Tochter ebenfalls Spaß an dem Küchenhelfer hat, werde ich ihr meinen „alten“ natürlich abtreten. So haben wir beide etwas von dem Gewinn. Und meine Mutter wird selbstverständlich von uns bekocht,“ erzählte die Dattelnerin lachend.

Die dritte Gewinnerin kommt aus Dortmund und arbeitet bei der Stadt Castrop-Rauxel. Von ihrer ehemaligen Arbeitskollegin und Freundin, Yvonne Kanak-Schünemann, bekam Jelena Kränke einen Kalender geschenkt. Sie hatte gleich zweimal Glück. Denn fast wäre ihr Kalender im Altpapier gelandet. „Ich hatte den Kalender bereits in der Hand, um ihn zu entsorgen. Zwar konnte ich mir nicht vorstellen, am letzten Tag noch etwas zu gewinnen, dennoch nahm ich mir kurz die Zeit, um meine Gewinnzahl abzugleichen. Unglaublicherweise hatte ich tatsächlich den Reisegutschein über 1.000 Euro gewonnen,“ berichtete Jelena Kränke glücklich. Da sie den Kalender geschenkt bekam, wollte sie diesen hochwertigen Preis nicht für sich alleine behalten. Getreu dem Motto „Geben ist seliger denn nehmen“ fuhr Frau Kränke in die Fernwehlounge nach Waltrop und versuchte, aus einem 1.000 Euro Gutschein zwei 500 Euro Gutscheine zu machen, den zweiten für ihre Freundin. Das Reisebüro zeigte sich kulant, erfüllte ihr den Wunsch und bescherte gleich zwei Familien ein frohes Weihnachtsfest.

Der Adventskalender der Bürgerstiftung sorgt nicht nur für Spannung und begeisterte Gewinner, sondern auch für eine große Spendenübergabe. Der Erlös von über 15.000 Euro wird Anfang Februar an gemeinnützige Einrichtungen und Vereine überreicht.

Bis zum 28. Februar 2020 können die Gewinne noch bei der Volksbank Waltrop abgeholt werden. „Falls jemand seine Losnummer noch nicht kontrolliert hat, sollte dies unbedingt nachholen. Auf der Internetseite: www.buergerstiftung-emscherlippe-land.de finden Sie alle Gewinnzahlen sortiert in einer Liste. Nachschauen lohnt sich! Das haben wir heute wieder gelernt,“ so Suttmeyer.