Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung ehrt Schülerin Romina Kurth

Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung ehrt Schülerin Romina Kurth

Am Donnerstag, den 6. November 2025, würdigte die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung die Schülerin Romina Kurth in den Räumlichkeiten des Hildegardis-Gymnasiums in Bochum. Romina hatte im vergangenen Schuljahr im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten ein historisches Magazin über die jüdische Lehrerin Else Hirsch erstellt. Hirsch organisierte während der NS-Zeit von Bochum aus Kindertransporte, um jüdische Kinder vor der Deportation zu retten – ein Thema von großer historischer und moralischer Bedeutung.

Rominas sorgfältig recherchiertes und gestalterisch beeindruckendes Magazin wurde bereits mit dem Landespreis NRW ausgezeichnet. Nun erhielt sie zusätzlich den Preis der Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung. Die Stiftung wurde am 8. Mai 2020 unter dem Dach der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land in Waltrop gegründet. Die Förderung der Bildung, Erziehung und Verständigung, der Toleranz, der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts der Menschen im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus stehen im Vordergrund.

Die Laudatio hielt Dr. Manfred Keller, einer der führenden Experten für jüdische Geschichte im Ruhrgebiet. Er würdigte die Arbeit sowohl inhaltlich als auch formal als herausragend.

Anschließend bekam Romina eine Urkunde von den Stiftungsgründern Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger überreicht. Die Eheleute aus Castrop-Rauxel lobten nicht nur die inhaltliche Qualität, sondern auch Rominas Durchhaltevermögen. „Trotz des Verlustes eines Großteils ihrer Datei hat sie die Arbeit mit bemerkenswerter Stärke und Engagement zu Ende gebracht“, sagte Baranski beeindruckt. Romina Kurth nutzte die Gelegenheit, um sich herzlich bei allen Unterstützern zu bedanken und betonte, dass sie die erfahrene Zuwendung „keineswegs als selbstverständlich“ empfinde.

Ein musikalischer Beitrag von Mitschülerinnen rundete die Feierstunde ab, die bei allen Beteiligten ein Gefühl von Dankbarkeit und Freude hinterließ.

Preisverleihung an die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.

Preisverleihung an die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Dortmund e.V. hat den Preis der Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung, Partnerstiftung der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land erhalten. Die Stiftung hat sich die Förderung der Bildung, Erziehung und Verständigung, der Toleranz, der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts der Menschen im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus zum Ziel gesetzt. Der Fokus der Arbeit liegt dabei auf dem christlich-jüdischen Dialog. Das über 70jährige Engagement der GCJZ Dortmund für eine Begegnung mit der Vielfalt des Judentums sei besonders geeignet, die Stiftungsziele dauerhaft zu fördern, so die Überzeugung des Stifterehepaares aus Castrop-Rauxel, Herta Baranski-Kopperschläger und Gisbert Baranski. Die Preisverleihung fand am Donnerstag, dem 4. September 2025, um 11 Uhr in der Geschäftsstelle der Gesellschaft statt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Die Laudatio hielt der ehemalige evangelische Vorsitzende Ralf Lange-Sonntag. Er erinnerte daran, dass die Gründung der GCJZ Dortmund im Jahr 1954, nur neun Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und dem millionenfachen Mord an Jüdinnen und Juden, ein Wunder war. Von christlicher Seite herrschte über die Jahrhunderte Triumphalismus vor, der das Judentum nur als Negativfolie brauchte. Erst die Schoa führte zu einem Umdenken, einer neuen Einstellung gegenüber dem Judentum und es begann ein Prozess des Neulernens – über und mit dem Judentum. „Von jüdischer Seite war es aber in einem viel größeren Sinne erstaunlich, dass Jüdinnen und Juden bereit waren, den ehemaligen Täterinnen und Tätern und den tatenlosen Mitläufern die Hand zur Zusammenarbeit zu reichen“, so Lange-Sonntag. Heute ist die GCJZ Dortmund „eine der wenigen in Westfalen, wo seit Jahrzehnten jüdische Gemeinde, evangelische und katholische Kirche sowie die Stadt und die Stadtgesellschaft an einem Strang ziehen“, hob Lange-Sonntag hervor.

Zentrale Themen waren und sind die Unterstützung der Jüdischen Kultusgemeinde und jüdischer Stimmen, die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Dortmund, der christlich-jüdische Dialog, der Kontakt nach Israel und der Kampf gegen Antisemitismus. Ein Schwerpunkt lag immer auf der pädagogischen Arbeit, beispielsweise in der Zusammenarbeit mit Schulen im Rahmen des Ökumenischen Gedenkens an den 9. November 1938 oder bei Kooperationen mit der Technischen Universität Dortmund. Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist Herta Baranski-Kopperschläger und Gisbert Baranski ein besonderes Anliegen. Ralf Lange-Sonntag versteht den Preis daher nicht nur als Anerkennung der geleisteten Arbeit, sondern auch als Aufforderung, diesen Bereich weiter zu intensivieren. „Gerade die junge Generation bedarf der Information über das Judentum und über seine Geschichte und sie bedarf der Stärkung gegen extremistische Tendenzen, die in der Schoa nur einen ‚Vogelschiss‘ sehen wollen“, sagte Lange-Sonntag. „Wir danken Herta Baranski-Kopperschläger und Gisbert Baranski sehr herzlich für die durch den Preis zum Ausdruck kommende Wertschätzung unserer Vereinsarbeit.“

Preisverleihung „mendels töchter“

Preisverleihung durch die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung

Die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung nutzte das Bürgerhaus in Castrop-Rauxel nun zum 2. Mal für ihre Preisvergabe. Am 6. September 2024 wurden das Ensemble „mendels töchter“ aus Münster und Pfarrer Dr. Manfred Keller aus Bochum in einer Feierstunde gewürdigt.

Zur musikalischen Einstimmung spielte Bettina Oschmann auf ihrer Flöte hebräische Lieder zum Shabbat und anderen biblischen Festen. Nachdem Herta Baranski-Kopperschläger alle Gäste und Preisträger sowie Vertreter der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land begrüßte, berichtete Gisbert Baranski über die Stiftungsgründung, die im Jahr 2020 unter dem Dach der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land vollzogen wurde. Mit dieser Preisverleihung hat die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung seitdem insgesamt 3.800 Euro für Fördermaßnahmen ausgeschüttet, die vor allem Themen wie Bildung, Erziehung, Verständigung, Toleranz und gegenseitigen Respekt betreffen.

Im letzten Jahr wurde Stefan Aschenbach und sein Team aus dem „Film und Fernsehclub Castrop-Rauxel“ ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Förderverein der Realschule Waltrop eine finanzielle Unterstützung für die „Woche der Courage“. In diesem Jahr förderte die Stiftung die „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.“. Vor den Sommerferien wurde im Lippe Berufskolleg Lünen die Schülerin Elaha Iqbali geehrt und ausgezeichnet.

„Die heutigen Preisträger setzen sich seit Jahren für die Erinnerungskultur des jüdischen Lebens ein und lassen unter anderem verstummte Musik der europäischen Synagoge neu erklingen“, informierte Baranski. Die Laudatio übernahm Dr. Michael Rosenkranz aus Gelsenkirchen und sorgte damit für einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit von Dr. Manfred Keller und „mendels töchter“.

Pfarrer Dr. Manfred Keller, gebürtig aus Datteln, übernahm 1979 die Leitung der Evangelischen Stadtakademie Bochum. Zugleich war Keller Kreispfarrer im Bereich der Erwachsenen- und Familienbildung, sowie Synodalbeauftragter für den christlich-jüdischen Dialog im Kirchenkreis Bochum. „Sowohl seine Aufgaben und Verpflichtungen als Pfarrer als auch den christlich-jüdischen Dialog nahm er sehr ernst und tut es bis heute“, sagte Rosenkranz.

Mit dem 5. Festival „Musik & Kultur der Synagoge”, das vom 8. bis 21. September 2024 in Bochum und Marl stattfindet, engagiert sich Keller als Leiter des Festivals. Im Mittelpunkt stehen Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des jüdischen Kantors Erich Mendel, der vor der Shoa eine der prägenden Persönlichkeiten der Jüdischen Gemeinde Bochum war, aus Bochum vertrieben wurde und in den USA unter dem Namen Eric Mandell weltweite Bedeutung für die synagogale Musik erlangte.

Das Musikensemble „mendels töchter“ besteht aus vier musikalischen Damen – Vanessa Hövelmann, Cornelia Klären, Dr. Barbara Keller und Ulle Pfefferle. Mendels eigene Kompositionen waren lange Zeit vergessen. Seit nun mehr als zwei Jahrzehnten hat sich das Ensemble der Aufgabe verschrieben, das musikalische Erbe des deutsch-amerikanischen Kantors in seinen Konzerten zum Klingen zu bringen.

„Ihr Elan und ihre Freude an dieser Musik ist ungebrochen, und jeder, der sie einmal gehört hat, wird bestätigen, dass sie diese Preisverleihung vielfältig verdient haben“ lobte Dr. Michael Rosenkranz das Ensemble.

Um das musikalische Erbe Mendels weiter zu pflegen, erscheint im Herbst 2024 das Chorliederheft „Lieder der Synagoge“. Es richtet sich in erster Linie an Schul- und Laienensemble. Das Projekt der Evangelischen Stadtakademie Bochum unterstützt die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung ebenfalls mit einer Spende in Höhe von 500 Euro.

Baranski-Kopperschläger-Stiftung ehrt Schülerin Elaha Iqbali

Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung ehrt
Schülerin Elaha Iqbali

Den Tag vor den Sommerferien nutzte die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung im Lippe Berufskolleg Lünen, um eine Schülerin zu ehren. In einer Feierstunde erhielt die 18-jährige Elaha Iqbali den Preis der Gisbert und Herta Baranski–Kopperschläger–Stiftung.

Carmen Uibel, stellvertretende Schulleiterin, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte neben Elaha und ihren Klassenkameraden, die Familie der Schülerin, Eheleute Baranski-Kopperschläger und Christian Lamprecht, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land.

Stiftungsgründer Gisbert Baranski berichtete über die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau am 8. Mai 2020 unter dem Dach der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land gegründet hatte. Die Förderung der Bildung, Erziehung und Verständigung, der Toleranz, der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts der Menschen im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus stehen im Vordergrund.

„Wir haben 17 Partnerstiftungen unter unserem Dach, für die wir alle administrativen Aufgaben übernehmen. Die Eheleute Baranski-Kopperschläger begleiten wir heute zum zweiten Mal bei ihrer Auszeichnung“, informierte Christian Lamprecht, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land.

Danach ergriff Dörte Sancken, schulfachliche Koordinatorin des Lippe Berufskollegs, das Wort. Sie hatte ihre Schülerin der Stiftung vorgeschlagen und teilte den Anwesenden ihre Beweggründe mit.

Elaha Iqbali hat 2018 gemeinsam mit ihrer Familie ihr Heimatland Afghanistan verlassen. Angekommen in dem Flüchtlingslager „Moria“ findet Elaha keine Schule vor Ort und beschließt dies zu ändern. Sie beginnt dort im Wald ein Klassenzimmer unter freiem Himmel zu bauen und organisiert für viele Kinder und Jugendliche Unterricht. „Mit dem Klassenzimmer im freien hat Elaha einen Ort kreiert, an dem die Schülerschaft stundenweise so etwas wie `Normalität` erleben konnte“, so Sancken.

Die französische Filmmacherin Manon Loizeau wird durch ein Foto von Elaha in den Medien aufmerksam und schickt ihr – verknüpft mit dem Auftrag ‚Filme deinen Alltag‘ – eine Kamera. Während ihrer Flucht von Moria nach Lünen dokumentierte Elaha ihre Erlebnisse und zeigt Einblicke in ihr Leben. Manon Loizeau hat aus den einzelnen Ausschnitten einen 90-minütigen Film produziert mit dem Titel „La vie devant elle“ – „Das Leben vor ihr“. Presse/202407_Baranski-Kopperschläger- Stiftung_Preisverleihung.doc

Elaha macht immer wieder auf die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan aufmerksam und zeigt ihre Dankbarkeit, als junge Frau uneingeschränkt zur Schule gehen zu dürfen und hier ein selbstbestimmtes und freies Leben führen zu können.

„Wir haben uns sehr über den Vorschlag von Dörte Sancken gefreut und waren uns sofort einig, dass diese zielstrebige und engagierte Schülerin unseren diesjährigen Preis verdient“, sagte Hertha Baranski-Kopperschläger und überreichte Elaha Iqbali eine Urkunde sowie ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro. „Ihr Engagement für Toleranz, Verständigung und Respekt sowie gegenseitige Wertschätzung ist beeindruckend und passt genau zu unserem Stiftungszweck“, ergänzte Gisbert Baranski

Auch am Lippe Berufskolleg engagiert sich die Schülerin im Schulalltag im Rahmen des Schulvorhabens „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“. Gemeinsam mit anderen Schülern hat sie den Briefmarathon „Schreib für die Freiheit“ von Amnesty International vorbereitet und durchgeführt.

www.buergerstiftungemscherlippe-land.de

Preisverleihung durch die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung

Am Samstag wurde im Bürgerhaus Castrop-Rauxel das Filmwerk „Die Synagoge in Castrop-Rauxel“ in einer Feierstunde gewürdigt. Stephan Aschenbach und sein Team aus dem „Film und Fernsehclub Castrop-Rauxel“ erhielten dafür den Preis der Gisbert und Herta Baranski–Kopperschläger–Stiftung.

Stiftungsgründerin Herta Baranski-Kopperschläger und Stiftungsgründer Gisbert Baranski begrüßten zu Beginn die geladenen Gäste.

Anschließend übernahm Ludger Suttmeyer, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land, das Wort. „Die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung wurde vor drei Jahren, am 8. Mai 2020, unter dem Dach der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land gegründet“, informierte Suttmeyer. Die Bürgerstiftung hat aktuell 15 Partnerstiftungen, für die sie alle administrativen Aufgaben übernimmt und auch mit Rat und Tat zur Seite steht. So können sich die Stifter vollkommen auf ihre Ziele konzentrieren. Die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung hat sich die Förderung der Bildung, Erziehung und Verständigung, der Toleranz, der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts der Menschen im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus als Ziel gesetzt. „Die heutige Preisverleihung ist die erste, die von unseren Partnerstiftungen durchgeführt wird. Die Idee und deren Umsetzung verdient unsere volle Anerkennung“, lobte Suttmeyer.

Gisbert Baranski berichtete über die Aspekte der Erinnerungskultur. Die Zahl der Zeitzeugen, die authentisch von der NS-Zeit berichten können, werden immer weniger. Gedenkstätten, Stolpersteine, kulturelle Veranstaltungen und Schulprojekte spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung von Toleranz und Völkerverständigung. „Auch der Film: “Die Synagoge in Castrop-Rauxel” trägt zur Vertiefung des christlich–jüdischen Dialogs und zum Abbau von Vorurteilen und Ressentiments in der Gesellschaft bei. Er ist besonders geeignet, die Stiftungsziele unserer Stiftung nachhaltig zu verwirklichen. Aus diesem Grund freuen wir uns, den Film mit dem Preis unserer Stiftung auszuzeichnen“, so Baranski.

Bevor alle Anwesenden den halbstündigen Film zu sehen bekamen, gab es von Stephan Aschenbach einige Informationen und Hinweise zu seinem Film. In der Reportage wird die Synagoge von außen und innen gezeigt. Außerdem geht sie auf die Entwicklung der Synagoge in der Zeit des Nationalsozialismus ein.

Stephan Aschenbach und sein Team bekamen eine Urkunde sowie ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro von den Stiftungsgründern überreicht. „Wir schätzen das Engagement und die Ideen sehr. Der Film hat uns beeindruckt. Außerdem wissen wir, wieviel Arbeit und Recherche nötig sind, um so etwas auf die Beine zu stellen“, sagten die Stiftungsgründer.

Zum Abschluss kam es zu einem regen Austausch zwischen den Gästen, den Stiftungsgründern und den Filmemachern.

Aus der Vergangenheit lernen: Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung wirbt für Respekt und Toleranz

Mit der Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung wurde jetzt die 13. Partnerstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung EmscherLippe-Land gegründet. Die Stiftung hat sich die Förderung der Bildung, Erziehung und Verständigung, der Toleranz, der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts der Menschen im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus als Ziel gesetzt.

Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich der Castrop-Rauxeler Gisbert Baranski mit der jüdischen Geschichte in Deutschland. So hat er beispielsweise im Jahr 2011 zu einer Ausstellung über die jüdische Gemeinde in Castrop-Rauxel eingeladen und die Werke anschließend in digitaler Form für das Internet aufbereitet, wo sie auch heute noch besichtigt werden können (www.synagogengemeinde-castrop-iw.de). Es ist ihm und seiner Frau eine Herzensangelegenheit, das Verständnis füreinander, insbesondere den christlich-jüdischen Dialog zu fördern durch den Abbau von Vorurteilen und Ressentiments sowie der Betonung von Gemeinsamkeiten und ethischen Werten. „Damit unsere Ziele nachhaltig verfolgt werden können, haben wir vor vielen Jahren die Möglichkeit einer Stiftungsgründung erwogen und einen ersten Kontakt zu der Bürgerstiftung geknüpft. Das ist bestimmt schon 10 Jahre her, doch wir haben das Vorhaben nie vergessen und freuen uns, dass wir jetzt unsere eigene Stiftung gegründet haben“, erzählt Gisbert Baranski. „Gut Ding will Weile haben“ fügt er mit einem Zwinkern hinzu.

Eine Partnerstiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung ermöglicht den Stiftungsgründern sich voll und ganz auf ihre Ziele zu konzentrieren, während alle administrativen Aufgaben von der Bürgerstiftung übernommen werden.

„Mit der Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung begrüßen wir die 13. Partnerstiftung unter unserem Dach. Durch den besonderen Stiftungszweck wird die Vielfältigkeit unserer Stiftungsfamilie noch größer“, so Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer.

„Aber nicht nur die verschiedenen Förderzwecke unserer 13 Treuhandstiftungen zeichnen unseren Stiftungsverbund aus, auch die diversen Beteiligungsmöglichkeiten werden immer mehr gefragt: so wurden bereits zwei Stiftungen per Testament unter unserem Dach gegründet und zwei Verbrauchsstiftungen, bei denen auch das Kapital für den guten Zweck ausgegeben werden darf. Darüber hinaus bietet ein Stiftungsfonds potentiellen Stiftern schon ab einer Zustiftung in Höhe von 5.000 Euro die Möglichkeit, einen individuellen Zweck und Namen zu wählen“, ergänzt Vorstandskollege Thomas Stächelin.

Einen besonderen Wert zur Erfüllung ihres Stiftungszwecks legen die Stiftungsgeber auf die Förderung von interreligiösen und interkulturellen Veranstaltungen und praxisbezogenen Aktivitäten in pädagogischen Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen jedweder Art, und anderen Bildungs- und Fortbildungseinrichtungen in der Form von Projekten, Ausstellungen, Preisen, Begegnungen, Vorträgen, Studienfahrten und Facharbeiten, die sich thematisch an dem Stiftungszweck orientieren.

 

„Es ist wirklich klasse, wenn der Förderzweck so konkret beschrieben ist – das erleichtert die Stiftungsarbeit auf lange Sicht ungemein. Denn die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung wird auf ewig bestehen und so ist der Stifterwille unmissverständlich in der Satzung verankert“, erkärt Ludger Suttmeyer. „Aber so weit wollen wir heute noch gar nicht denken, denn jetzt heißen wir Sie erst einmal in unserer Stiftungsfamilie herzlich willkommen und freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam, die Stiftungsarbeit zu gestalten.“

 

Wer die Gisbert und Herta Baranski-Kopperschläger-Stiftung mit einer Zustiftung oder Spende unterstützen möchte, kann dafür die folgende Kontoverbindung nutzen:

IBAN DE94 4416 0014 6751 5922 00

Zuwendungsbescheinigungen werden gerne ausgestellt.

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